Restaurieren von antiken Bauernmöbeln

Das Restaurieren ist ein ständiges Wechselspiel zwischen Hand- und Geistesarbeit. Wir befinden uns im dauernden Dialog mit der Antiquität, sind bestrebt das Wesen herauszuarbeiten. Behutsam gehen wir mit dem antiken Bauernmöbel um und begleiten es mit Sorgfalt; manchmal ist es ein stilvolles Gebrauchsobjekt ein anderes Mal ein kunstgeschichtlich bedeutsames Objekt. Durch die hochwertige Restaurierung & Konservierung soll das antike Objekt nahe an seinen ursprünglichen Zustand herankommen.

Restaurieren

Vor der Restaurierung wird jedes einzelne antike Möbel mit den Mitarbeitern besprochen. Die Zusammenarbeit zeichnet sich durch das Einbringen der langjährigen Erfahrung, der ständigen Reflexion und kritischen Beurteilung des handwerklichen Tuns aus. Einerseits besteht ein Rhythmus in bestimmten routinierten Abläufen, andererseits wird jeder Handgriff im Moment auf seine Richtigkeit überprüft. In dieser starken Korrelation trägt der Restaurator viel von sich in die Antiquität hinein. Es stellen sich immer neue Bedingungen, es ist ein unendlicher Prozess.

Möbelrestaurierung mit Liebe zum Möbel

Wir haben es großteils mit Werken anonymer Meister zu tun, die Recherche über das Holzmöbel bezieht sich auf Referenzobjekte, der Blick dafür wurde im Laufe der vielen Jahre geschärft. Es gilt so nah als möglich an das Ursprüngliche heranzukommen. Die Behauptung „Restaurieren zwingt zu Kompromissen“ teile ich, weil selbst bei sorgfältigster Arbeit das Ursächliche verändert wird. Unser oberstes Ziel ist es, dem Charakter des antiken Bauernmöbels im höchsten Maße dienlich zu sein.

Der Arbeitsverlauf ist schrittweise, verlangt Geduld ab. Es liegt ein hoher Arbeitsaufwand in der Restaurierung. Um die optische Geschlossenheit zu erreichen, braucht es engagiertes Tun. Handwerkliches Können ist wahrlich mehr als technische Praxis. Das Restaurieren ist eine beglückende, schöpferische Tätigkeit, lässt eine innere Bindung zum antiken Exponat entstehen. Materielles und Immaterielles vereinen sich.

Gabriele Prödl-Posch

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