Antike Bauernstühle & Antike Sessel

Unsere Auswahl an antiken Bauernsesseln ist sehr variantenreich. Ist es einerseits der einfache klassische Weichholzstuhl mit Sprossen, der immer und überall beliebt ist. Ist es ein anderes Mal der Brettstuhl mit üppig beschnitzter Lehne, der auch als Sammlerobjekt gilt. Bei diesem Bauernstuhl geht es um das Motiv und um die Handwerkskunst. Gibt es davon ein Paar, schlägt das Sammlerherz noch höher. Daneben gibt es Bauernsessel, die sich durch die Form der ausgesägten Lehne und des Griffloches auszeichnen. Selten sind Bauernstühle bemalt. Esstischsessel im Set kommen sehr gut an, aber auch die Mischung verschiedener Bauernsessel zum Tisch hat einen besonderen Reiz. Antike Lehnstühle und Fauteuils sind in ihrem Komfort nicht zu übertreffen. Der Hocker als archaisches Sitzmöbel ist sehr gefragt.

Bei unseren Antiquitäten handelt es sich um Bauernsessel aus Österreich.

Wissenswertes über den Bauernsessel:

Das Einzelsitzmöbel ist aus dem drei- und vierbeinigen Hocker entstanden. Vor 1800 war der Einzelsitz im Bauernhaus eher selten. Nur in Tirol und Vorarlberg gab es den Bauernsessel schon früher, zurückgehend bis ins 16. Jhd.

Der prominenteste Pfostenstuhl im Haus war der Lehnstuhl des Hausherren, der in Inventaren in der Einzahl angeführt wurde. Dieser Pfostenstuhl mit Armlehnen wurde aus Hartholz gefertigt, häufig mit Kerbschnitt verziert, hatte einen eingeflochtenen Sitz oder wurde gepolstert in Sitz und Lehne oder hatte ein Sitzbrett aus Holz. Ein weiterer Pfostenstuhl ist der Spinnstuhl, der nur eine Armlehne hat, damit die Hand, die beim Spinnen den Faden zieht, Raum hat.

Der Brettstuhl ist der klassische Bauernsessel. Die vier schräggestellten Beine werden in das Sitzbrett eingezapft. Die Lehne kann einerseits eine halbrunde Balkenlehne mit Sprossen oder eine Brettlehne sein. Die Rückenlehne wird von oben in das Sitzbrett des Bauernsessels gesteckt oder eingezapft, hat ein rundes, ovales oder herzförmiges Griffloch und wird konturiert ausgeschnitten. Sie dient als Zierfläche des Bauernsessels und kann in Tirol oder Vorarlberg zum plastischen Kunstwerk werden. Adlerstuhl mit Doppeladlermotiv, Schlangenstuhl naturalistisch geschnitzt oder als achterförmiges abstraktes Ornament. Beim Fratzenstuhl ist der Einfluss der italienischen Renaissancemaskeronen erkennbar, das Griffloch ist der Mund einer Maske, üppiges phantasievolles Schnitzbeiwerk schmückt die Lehne. Bauernsessel vor 1800 sind durchwegs aus blankem, hartem Holz gearbeitet. Bauernsessel des 19. Jhd.s sind häufig aus Weichholz und manchmal bemalt, wenn sie Teil der Hochzeitsmöbel sind.